Teheran:Millionen könnten sterben.

Nach dem Erdbeben in Kermanshah wäre ein ähnliches Beben in Teheran mit seinen 13 Millionen Einwohnern ein Alptraum und die baufälligen und unsicheren Stadtbereiche haben Experten zu wiederholten Warnungen veranlasst.

Die Bevölkerungsdichte in Teheran und der Provinz Teheran gehört zu einer höchsten in der Welt. Diese Dichte benötigt besonders starke Sicherheitsansprüche, vor allem bei den Gebäuden, die in den letzten zwei Jahrzehnten gebaut wurden. Die Situation ist jedoch kritisch, wie gut informierte Experten im Immobilienbereich sowie Geologen seit geraumer Zeit bestätigen. Es mangelt an zahlreichen Sicherheitsmaßnahmen und jeder mögliche Zwischenfall kann verheerende Auswirkungen haben. Das aktuelle Erdbeben in Kermanshah hat die Sorgen über einen ähnlichen Vorfall in Teheran und ein mögliches Szenario akut werden lassen, was passieren würde, nachdem auch die fehlenden Sicherheitsstandards in der Erdbebenregion für massive Schäden an den Gebäuden sorgten. Der Alptraum eines Erdbebens in der Hauptstadt hat die Iraner ängstlich gemacht. Die Frage, ob das Erdbeben in Kermanshah die Probleme in Teheran präsenter gemacht hat oder nicht oder was passiert, wenn die Stadt ein ähnlich starkes Erdbeben trifft, sind Fragen, die durch verschiedenste Gesellschaftsschichten der Bewohner gehen. Einer der großen Gründe, warum es in Sarpol-e Zahab gewaltige Schäden gab, war die Tatsache, dass die Gebäude dort nicht erdbebensicher waren. Solche Probleme gibt es auch bei zahlreichen Immobilienprojekten rund um Teheran und den neuen Städten Parand und Pardis, die zu den größten Immobilienprojekten in der Provinz Teheran zählen. In einem Interview mit der staatlichen Agentur Mehr sagte ein Universitätsprofessor, dass die Erdplatten unter Teheran aktiv sind und dass es „eine Menge Bruchstellen unter Teheran gibt. Wir müssen auf ein Erdbeben in dem Gebiet vorbereitet sein, weil wir die Schritte bereits hören.“Alleine durch das Einstürzen von Gebäuden könnten bei einem Erdbeben in Teheran eine Million Menschen sterben. Experten sagen, dass das Erdbeben von Kermanshah nicht die Erdspalten von Teheran betroffen hat. Doch der Leiter des Stadtrates von Teheran sagte, dass die Stadt alle 150 Jahre ein Erdbeben der Stärke 7 erlebt hat. Das letzte Beben fand vor 185 Jahren statt.In Bezug auf die iranische Hauptstadt leidet laut ihm Teheran an baufälligen Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte. Mohsen Hashemi ergänzt, dass des „keine Sicherheitsmaßnahmen und keine Standards in Teheran in Hinblick auf eine entsprechende Stabilität gibt.“Der Leiter der Nationalen Arbeitsgruppe Erdbeben im Regime sagte in einem Interview dazu:“ Wenn ein Erdbeben der Stärke von Kermanschah in Teheran statt finden, dann werden 200.000 Gebäude komplett einstürzen. Dies wird zu einer Millionen Toten führen, es wäre eine gewaltige Katastrophe.“„Die angesetzten eine Million Toten in Teheran bei einem Erdbeben der Stärke 7 bezieht sich nur auf das Einstürzen von Gebäuden. Die Zahlen werden höher sein, weil es andere Gefahren wie Explosionen und andere Dinge gibt.“, ergänzte Ali Beitollahi.Beitollahi pointed to gas explosions as one of the most serious threats following an earthquake in Tehran, saying “Shaharan district will be seriously hit as it’s accommodating numerous gas tanks.”
Tehran Province’s Director of Crisis, as the official directly responsible for the province’s crisis management, said in an interview with state-run Mehr news agency “if, god forbid, an earthquake hits Tehran, you can be sure that the number of casualties is more than what you think.”
Beitollahi wies darauf hin, das Gasexplosionen eines der größten Probleme nach dem Beben darstellen würden. „Der Bezirk Shaharan würde besonders hart getroffen werden, dort lagern besonders viele Gastanks.“Der Teheraner Leiter des Krisenstabes, der offiziell für das Krisenmanagement der Region zuständig ist, sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Mehr:“ Gott möge uns vor einem Erdbeben in Teheran schützen. Wenn es statt findet, werden die Opferzahlen jenseits jeglicher Vorstellung liegen.“Ein Experte für Krisenmanagement in Teheran sagte:“ Die Raffinerie von Teheran würde zu einem erheblichen Bedrohungsfaktor werden, wenn uns ein Erdbeben der Stärke 7 trifft. Die Raffinerie transportiert über eine Pipeline jeden Tag 250.000 Barrel Rohöl an einen Lagerort in Aghajari und die dortige Raffinerie. Wenn ein Erdbeben die Pipeline zerstört, dann wird Feuer ausbrechen und der Süden von Teheran wäre das erste Opfer. Die Pipeline ist sehr alt und würde sicher brechen und viele Teile von ihr sind verwahrlost.“„Es gibt eine Menge Treibstofftanks im Süden von Teheran. Auch sie sind alt und marode. In einer kritischen Situation wie einem Erdbeben werden diese Tanks eine gewaltige Herausforderung für Baghershahr und Shahr-e-Ray sein.“, ergänzte Siavash AtaeeDie Stärke des Bebens zusammen mit einer schlechten Infrastruktur und einer hohen Bevölkerungsdichte in Teheran und seinem Umland sind auch ein Thema für die großen Wohnsiedlungen wie z.B. Parand und Pardis.Die Feuerwehr in Parand ist sehr schlecht ausgestattet. Sie ist so schlecht, dass ein Bewohner von Parand gegenüber der Mehr Nachrichtenagentur sagte:“ Wenn es einen Vorfall in einem der Gebäude in Parand gibt, dann kann die Feuerwehr keine Rettungsaktionen bei Menschen aus dem dritten oder vierten Stock durchführen und darüber schon gar nicht. Wir haben zudem eine äußerst schlechte medizinische Infrastruktur in der Stadt.“Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Mehr vom 21. November 2017 handelt es sich „in Pardis um eines der größten Immobilienprojekte des Landes. 80.000 Häuser sollen dort gebaut werden. Doch es gibt keine ausreichende Infrastruktur bei einer möglichen Krise. Es scheint so, als hätten die Leiter der Baufirmen von Parand und Pardis nur Sinn für markige Interviews und leere Versprechungen gehabt. Wie kann man solch ein Projekt starten ohne an ein Krisenmanagement zu denken, wo es weder Parks, vernünftige Beleuchtung und in einigen Fällen nicht einmal Wasser- und Stromzugang gibt?“

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Iran:Raketen bis zu Europa

26. November 2017: Der stellvertretende Leiter der iranischen Revolutionsgarden warnte Europa davor, dass man im Fall einer Bedrohung von Teheran den Revolutionsgarden grünes Licht gibt, Raketen mit mehr als 2000 km Reichweite bauen zu lassen. Das berichtete am Samstag die Fars Nachrichtenagentur.

Frankreich rief zu einem „kompromißlosen“ Dialog  mit Teheran über sein ballistisches Raketenprogramm und möglichen Verhandlungen über Teile des Atomdeals von 2015 mit den Weltmächten auf...„Der Ausbau der Reichweite unserer Raketen über 2000 km ist keine technische Frage....Wir folgen einer strategischen Doktrin“, sagte Brigadegeneral Hossein Salami laut Fars. „Bisher sehen wir Europa nicht als Bedrohung an, daher mussten wir die Reichweite unserer Raketen nicht erhöhen. Wenn jedoch Europa zu einer Bedrohung werden sollte, dann werden wir die Reichweite der Raketen erhöhen“, sagte er. Der Leiter der militärischen Einheiten der iranischen Revolutionsgarden, Generalmajor Mohammad Ali Jafari, sagte bereits im letzten Monat, dass eine Rakete bis zu 2000 km Reichweite „quasi das gesamte Interessensgebiet der US Streitkräfte“ in der Region abdecken könnte, deshalb sei ein weiterer Ausbau nicht nötig.Jafari sagte, dass die Reichweite der ballistischen Raketen auf den Beschränkungen basiere, welche der oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei vorgegeben hatte. Chamenei ist der Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Der Iran hat eines der größten Raketenprogramm im gesamten Mittleren Osten und seine sehr präzisen Raketen haben die Fähigkeit, Israel anzugreifen. Die USA beschuldigten im letzten Monat den Iran, die Huthi Rebellen im Jemen im Juli mit einer Rakete beliefert zu haben, welche nach Saudi – Arabien abgefeuert wurde. Sie riefen die Vereinten Nationen auf, Teheran für die Verletzung der UN Resolution zur Verantwortung zu ziehen.  „Der Jemen unterliegt einer kompletten Blockade. Wie sollten wir ihnen Raketen liefern?“, sagte Salami am Samstag gegenüber Fars. „Wenn der Iran eine Rakete in den Jemen geschickt haben sollte, dann zeigt dies nur die Schwäche der Koalition um Saudi – Arabien. Doch wir haben ihnen keine Raketen geschickt.“ Salami sagte, dass die Huthis selbst die Reichweite und die Präzision ihrer Raketen durch einem „wissenschaftlichen Durchbruch“ verbessert haben. Jafari, der Leiter der Revolutionsgarden, sagte am Donnerstag, dass der Iran nur „politische und spirituelle Hilfe“ für die Huthis gäbe. Der Iran hat lange Zeit die Entsendung von Kämpfern nach Syrien geleugnet, damit sie Präsident Bashar al-Assad im Kampf gegen die Rebellen helfen. Es hieß auch dort, die Revolutionsgarden am Boden wären nur Berater.Die USA haben unilaterale Sanktionen gegen den Iran verhängt. Sie sehen die Raketentests als eine Verletzung der UN Resolutionen an. Sie riefen Teheran auf, alle Aktivitäten in Zusammen mit Raketen zu unterlassen, die atomare Sprengköpfe tragen können.Die USA sagen zudem, dass das iranische Raketenprogramm ein Bruch des internationalen Rechts ist, weil sie in Zukunft atomare Sprengköpfe tragen können....Auszüge von Reuters

Iran: Mediziner zum Tode verurteilt

Ein renommierter Mediziner ist in Iran wegen "Verdorbenheit auf Erden" zum Tode verurteilt worden. Der Mann lebt eigentlich in Schweden, jetzt schaltet sich die EU ein.


Spiegel Online – Die Europäische Union hat sich einem Medienbericht zufolge in den Fall eines in Iran zum Tode verurteilten und international renommierten Mediziners eingeschaltet. Nach Informationen der "Heilbronner Stimme" wurde bereits Ende Oktober in Teheran eine gemeinsame Protestnote der EU-Mitgliedstaaten übergeben, die sich gegen die Verurteilung aussprachen.
Ahmadreza Dschalali, der eigentlich in Schweden lebt und in Italien und Belgien gearbeitet hat, war im April 2016 während eines Heimatbesuches verhaftet worden. Ihm wurde vorgeworfen, Informationen über das iranische Atomprogramm an USA und Israel weitergegeben zu haben.
Im Gegenzug für die Auskunft sollte er eine Aufenthaltsgenehmigung in Schweden erhalten, begründete die Teheraner Generalstaatsanwaltschaft die Strafe. Die Informationen über Beteiligte und Standorte des Atomprogramms hätten 2010 zur Ermordung zweier iranischer Atomwissenschaftler durch einen Bombenanschlag geführt, so der Vorwurf.
Verurteilung wegen "Verdorbenheit auf Erden"
Amnesty International zufolge wurde der 46-Jährige in einem äußerst unfairen Gerichtsverfahren wegen "Verdorbenheit auf Erden" zum Tode verurteilt. Sein Schuldspruch habe auf Geständnissen basiert, die seinen Angaben zufolge durch Drohungen und Folter erzwungen worden seien.
Neben der EU haben sich auch 75 Nobelpreisträger, darunter die Schriftstellerinnen Herta Müller und Elfriede Jelinek sowie die Chemiker Gerhard Ertl und Joachim Frank, in einer gemeinsamen Erklärung an den Uno-Botschafter des Iran gewandt und ihn um eine Freilassung Dschalalis gebeten.
Ein weiterer Brief mit der Bitte um Unterstützung, verfasst vom Committee of Concerned Scientists, sei an Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere europäische Politiker gegangen, berichtet die "Heilbronner Stimme". Das Kanzleramt habe den Eingang des Schreibens bestätigt. Aus dem Auswärtigen Amt sei zu hören, es verfolge die Entwicklung des Falles "sehr aufmerksam und mit großer Sorge".

Iran:Gleichberechtigung der Frauen

Am 25. November fand der internationale Tag zur Abschaffung von Gewalt gegen Frauen statt, doch Gewalt gegen Frauen und andere Formen der Frauenverachtung finden immer noch systematisch an vielen Orten der Welt statt.Es gibt kein Land in der Welt, wo es eine komplette Gleichberechtigung gibt. In vielen Ländern werden Frauen immer noch wie Bürger zweiter Klasse behandelt, die nicht in der Lage sind, selbst zu arbeiten, wählen, heiraten, kleiden oder einfach nur frei zu leben. Der Iran ist einer der schlimmsten Plätze, wenn man eine Frau ist. Gegenüber dem Rest der Welt besteht das iranische Regime darauf, dass man sich den Frauenrechten verschrieben hat, aber dies könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. In der Realität herrscht eine ungezügelte Frauenfeindlichkeit und Frauen werden als Eigentum der ihnen nahe stehenden männlichen Verwandten angesehen, als Menschen, die keine Rechte haben.Der oberste Führer des Iran, Ali Chamenei, selbst hat die Gleichberechtigungsbewegung als „zionistische Verschwörung“ bezeichnet, welche die Frauen verunsichern soll. Sexistische GesetzeSchauen wir auf einige Beispiele, wie der Iran die Gleichheit von Mann und Frau verhindert:•    Reisen: Frauen dürfen das Land ohne Zustimmung des Ehemanns/Vaters nicht verlassen.•    Kleidung: Frauen sind gezwungen, den Hijab in der Öffentlichkeit zu tragen. Dies kontrolliert die sogenannte „Moralpolizei“, die sogar Frauen verhaften kann, die den Kleidungkodex nicht befolgen. Es finden sich im Internet einige widerliche Videos, wo man sieht, wie Frauen behandelt werden, die gegen die Kleidungsvorschriften verstoßen. Dort sieht man zum Beispiel ein 14 Jahre altes Mädchen, welches wegen Kleidungsverstößen von Revolutionsgardisten (IRGC) geschlagen und dann verhaftet wird, nur weil sie zerrissene Jeans trug. •    Erbe: Frauen erhalten nur die Hälfte des Erbanteils, den Männer bekommen.•    Sport: Frauen dürfen keine Sportarten besuchen, wo männliche Teams auftreten. Laut der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) wollte 2016 die Iranerin Mina ein Volleyballspiel vom Dach eines nahe gelegenen Cafés beobachten, doch sie und ihre männlichen Kollegen wurden von Revolutionsgardisten entdeckt und vertrieben.
•    Politik: Es gab keine Frau im Kabinett und sie dürfen nicht einmal lokale Ämter leiten.
WiderstandNatürlich lassen sich das die Frauen nicht klaglos gefallen. Eine große Zahl von ihnen lehnt die sexistischen Gesetze des Regimes ab und dieser Widerstand geht seit Beginn der Machtübernahme des Regimes in 1979.2016 verabschiedete Chamenei eine lächerliche Fatwa, die Frauen das Fahren von Fahrrädern in der Öffentlichkeit verbietet.Er sagte:“ Das Fahren eines Fahrrades sorgt bei Männern für Aufmerksamkeit und es unterwandert die Moral der Gesellschaft und widerspricht der Keuschheit der Frauen. Daher ist es verboten.“Als Antwort darauf stiegen viele Frauen auf ihre Fahrräder und zeigten dies auf sozialen Netzwerken. Viel von ihnen wurde daraufhin verhaftet.Natürlich gehen manche Frauen in ihrem Widerstand weiter als andere – Einige führen die Widerstandsbewegung an, welche das frauenfeindliche und patriarchalische System der Mullahs stürzen will. Mayram Rajavi, die Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), kämpft für die Freiheit aller Iraner und sie will die Iraner in diesem Kampf vereinen. Ihr 10-Punkte Plan für einen freien Iran beinhaltet auch die komplette Gleichheit der Geschlechter. Sie will dieses Ziel als Anführerin des iranischen Widerstands erreichen. Es ist offensichtlich, dass dieses Ziel nur zu verwirklichen ist, wenn es einen Regimewandel im Iran gibt. Reza Shafiee, ein Mitglied des Auswärtigen Komitees des Nationalen Widerstandsrates Iran (NWRI), schrieb dazu in Al Arabiya:“ Gewalt gegen Frauen im Iran ist institutionalisiert. Die Hälfte der Gesellschaft wird wie ein Krüppel behandelt, der die Führung von Männern braucht, sei es das männliche Oberhaupt der Familie oder generell alle Männer im Staat. Der Status der Frau wird sich niemals ändern, so lange das jetzige Regime an der Macht ist.“

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Korruption im iranischen Regime

Im Verlauf der Fehde der Fraktionen unter den Politikern des iranischen Regimes hat die staatliche Zeitung Eternad die institutionalisierte Korruption als Wurzel der Super-Herausforderungen für das System bezeichnet. In einem Artikel vom 20. November unter der Überschrift „Die Super-Herausforderungen in der iranischen Wirtschaft“ heißt es: „Wir sehen uns vier Super-Herausforderungen gegenüber, deren erste das grundlegende System der Entscheidungsfindung ist“.


„Das ist die hauptsächliche Krise und der Hintergrund für die Schaffung von Krisen, nämlich darüber zu entscheiden, wie hoch die Wechselkurse und die Zinsen sein werden oder wie die Ressourcen an Öl verschiedenen Sektoren zugewiesen werden“
„Deshalb ist das grundlegende System der Entscheidungsfindung das Haupthindernis für die Entwicklung des Iran gewesen und alle Entscheidungen schützen die Interessen bestimmter Personen“.
„Dieses Wirtschaftssystem hat hauptsächlich drei Funktionen: Bankkredite unter Freunden,  Kumpel und politischen Verbündeten zu verteilen; zweitens exklusive oder pseudoexklusive Gelegenheiten unter Freunden und Kumpeln zu verteilen, das heißt, warum wir den König des Zuckers im Iran haben und warum der schwarze Tschador ein Monopol weniger Leute ist. Diese exklusiven Gelegenheiten bringen Einkünfte in zweistelliger Milliardenhöhe an einzelne Personen und schaffen damit eine große Lücke zwischen den Klassen und ungleiche Möglichkeiten“.
„Die dritte Funktion eines kapitalistischen Systems der Vetternwirtschaft liegt in der Manipulation des Preissystems. Das Produkt und die Funktion einer Vetternwirtschaft   sind ineffizient. Ineffizienzen waren die Hauptursache des Zusammenbruchs von Großmächten im Verlauf der Geschichte. Die ehemalige Sowjetunion fiel mit all ihrer militärischen Stärke aus wegen der ineffizienten Wirtschaft“.
„Die Super-Herausforderung der iranischen Wirtschaft ist das System der Entscheidungsfindung und die Regierungsführung. Natürlich glaube ich, dass der Typ dieser Entscheidungsfindung aus Stumpfheit und Elend herrührt, aber auch aus persönlichen Interessen und der Beteiligung von Ausländern“.
„Auf der Basis des grundlegenden Systems der Entscheidungsfindung entstehen drei zusätzliche Herausforderungen: erstens Bevölkerungsentwicklung und Beschäftigung, die in Arbeitslosigkeit und im Abzug von Kapital und in der Arbeitslosigkeit von Frauen münden. Die Bevölkerungsentwicklung ist ein strategischer Faktor und unsere Gesellschaft bewegt sich leider in die Richtung einer Überalterung. Energie, Wasser und Umwelt sind die nächsten Super-Herausforderungen, die aus dem grundlegenden System der Entscheidungsfindung herrühren. Schließlich die Super-Herausforderung von Innovation und Technologie; wir haben keine fortgeschrittene Technologie und wir können in dieser Hinsicht nicht unseren grundlegenden Bedarf erfüllen“.
 
rte Korruption im iranischen Regime
NWRI – Im Verlauf der Fehde der Fraktionen unter den Politikern des iranischen Regimes hat die staatliche Zeitung Eternad die institutionalisierte Korruption als Wurzel der Super-Herausforderungen für das System bezeichnet. In einem Artikel vom 20. November unter der Überschrift „Die Super-Herausforderungen in der iranischen Wirtschaft“ heißt es: „Wir sehen uns vier Super-Herausforderungen gegenüber, deren erste das grundlegende System der Entscheidungsfindung ist“.
„Das ist die hauptsächliche Krise und der Hintergrund für die Schaffung von Krisen, nämlich darüber zu entscheiden, wie hoch die Wechselkurse und die Zinsen sein werden oder wie die Ressourcen an Öl verschiedenen Sektoren zugewiesen werden“
„Deshalb ist das grundlegende System der Entscheidungsfindung das Haupthindernis für die Entwicklung des Iran gewesen und alle Entscheidungen schützen die Interessen bestimmter Personen“.
„Dieses Wirtschaftssystem hat hauptsächlich drei Funktionen: Bankkredite unter Freunden,  Kumpel und politischen Verbündeten zu verteilen; zweitens exklusive oder pseudoexklusive Gelegenheiten unter Freunden und Kumpeln zu verteilen, das heißt, warum wir den König des Zuckers im Iran haben und warum der schwarze Tschador ein Monopol weniger Leute ist. Diese exklusiven Gelegenheiten bringen Einkünfte in zweistelliger Milliardenhöhe an einzelne Personen und schaffen damit eine große Lücke zwischen den Klassen und ungleiche Möglichkeiten“.
„Die dritte Funktion eines kapitalistischen Systems der Vetternwirtschaft liegt in der Manipulation des Preissystems. Das Produkt und die Funktion einer Vetternwirtschaft   sind ineffizient. Ineffizienzen waren die Hauptursache des Zusammenbruchs von Großmächten im Verlauf der Geschichte. Die ehemalige Sowjetunion fiel mit all ihrer militärischen Stärke aus wegen der ineffizienten Wirtschaft“.
„Die Super-Herausforderung der iranischen Wirtschaft ist das System der Entscheidungsfindung und die Regierungsführung. Natürlich glaube ich, dass der Typ dieser Entscheidungsfindung aus Stumpfheit und Elend herrührt, aber auch aus persönlichen Interessen und der Beteiligung von Ausländern“.
„Auf der Basis des grundlegenden Systems der Entscheidungsfindung entstehen drei zusätzliche Herausforderungen: erstens Bevölkerungsentwicklung und Beschäftigung, die in Arbeitslosigkeit und im Abzug von Kapital und in der Arbeitslosigkeit von Frauen münden. Die Bevölkerungsentwicklung ist ein strategischer Faktor und unsere Gesellschaft bewegt sich leider in die Richtung einer Überalterung. Energie, Wasser und Umwelt sind die nächsten Super-Herausforderungen, die aus dem grundlegenden System der Entscheidungsfindung herrühren. Schließlich die Super-Herausforderung von Innovation und Technologie; wir haben keine fortgeschrittene Technologie und wir können in dieser Hinsicht nicht unseren grundlegenden Bedarf erfüllen“.

Gerechtigkeit für Opfer des Massakers 88

Der Aufruf der politischen Gefangenen Maryam Akbari Monfared für Gerechtigkeit für ihre Familie, die in den 80er Jahren durch das iranische Regime massakriert wurde, hat jetzt die Arbeitsgruppe für erzwungenes Verschwinden von politischen Gefangenen in den Vereinten Nationen erreicht und sie befasst sich damit. Dies ist eine wichtige Entwicklung, um die Verantwortlichen des Massakers von 1988 zur Rechenschaft zu ziehen.

Atena Daemi, eine Frauen- und Zivilrechtsaktivistin, die im Evin Gefängnis inhaftiert war, lobte den Erfolg des Briefes von Maryam Akbari Monfared und nannte ihn einen wertvollen Schritt. Sie hofft, dass nun auch andere Opfer der Menschenrechtsverletzungen im Iran ähnliche Schritte unternehmen. Roghiyeh, Abdolreza, Alireza und Gholamreza Akbari Monfared waren Mitglieder einer Familie, die von der Islamischen Republik Iran mit verschiedenen Methoden in den dunklen Jahren der 80er ermordet wurden. Abdolreza Akbari Monfared wurde 1981 mit 17 verhaftet und zu drei Jahren Haft verurteilt. Doch er blieb länger als das Strafmaß im Gefängnis. Er wurde 1988 ohne Urteil erneut inhaftiert und hingerichtet. Alireza wurde am 8. September 1981 verhaftet und durch ungeklärte Umstände in weniger als 20 Tage nach seiner Inhaftierung ermordet. Während der Trauerzeremonie der 7. Nacht nach dem Tod von Alireza wurden seine Mutter, Gorgi Shiripour, und ihre Schwester, Roghiyeh, verhaftet. Die Mutter wurde zu 5 Jahren Haft, die Schwester zu 8 Jahren Haft verurteilt. Auch sie wurde 1988 während des Massakers an politischen Gefangenen ein Jahr vor dem Ende ihrer Haftzeit hingerichtet. Gholamreza Akbari Monfared wurde 1983 verhaftet und starb 1985 in Haft unter der Folter.Keiner von ihnen wurde zum Tode verurteilt und dennoch wurden sie mit verschiedenen Methoden hingerichtet und ermordet.Fast 14 Jahre danach sitzen Maryam und Reza Akbari Monfared, die Überlebenden dieser Familie, in Haft. Maryam hat eine Gefängnisstrafe von 15 Jahren erhalten, sie befindet sich im 8. Haftjahr ohne einen einzigen Tag des Hafturlaubes und Reza Akbari Monfared sitzt eine 5 ½ Jahre lange Haftstrafe ab. Im letzten Jahr reichte Maryam Akbari Monfared eine Beschwerde im Gefängnis gegen die Vertreter des iranischen Regimes ein, die an der Ermordung und Hinrichtung ihrer Familienmitglieder beteiligt waren. Die Beschwerde wurde auch an inländische und internationale Justizbehörden übergeben. Die inländischen Behörden untersuchten die Hinrichtungen nicht, weil viel Mitarbeiter selbst zu den Verantwortlichen der Ermordungen der 80er Jahre zählen. Die Verhörspezialisten des Geheimdienstministeriums, die eigentlich kein Recht haben, sich in einen gerichtlichen Fall einzumischen, sagten ihr, dass man sie wegen der Beschwerde nicht frei lassen werde. Ihr Ehemann wurde verhört und ihm damit gedroht, dass er ebenfalls inhaftiert wird und das man Maryam in das Borazjan Gefängnis ins Exil verlegt.Doch internationale Vertreter reagierten auf  die Beschwerde von Maryam Akbari. Sie versprachen, den Fall innerhalb eines Jahres neu zu bewerten und laut existierender Dokumente stehen Roghiyeh und Abdolreza Akbari Monfared nun auf der Liste der Menschen, die zu den erzwungen verschwundenen Personen zählen.Nicht nur Maryam und ihre Familie, sondern auch viele andere Familien fordern von den Vertretern der Justiz des iranischen Regimes Gerechtigkeit für ihre Verwandten, die ruchlos und brutal in den Gefängnissen des Regimes ermordet wurden. So hat zum Beispiel Mansoureh Behkish, die mehrfach verhört und inhaftiert wurde, Gerechtigkeit über die Ermordungen ihrer sechs Geschwister gefordert. Auch sie wurde dafür zu einer lange Gefängnisstrafe verurteilt. Fatima Mothana ist eine weitere tapfere Frau, die zusammen mit ihrem Ehemann Hassan Sadeghi in Haft sitzt. Sie forderte Gerechtigkeit für die Ermordung ihrer drei Brüder und der Frau eines ihrer Brüder, die vom Regime während der Haftzeit getötet wurden.Die Hinrichtungen und Ermordungen durch die Herrscher dieses 40 Jahre alten Regimes sind nicht nur auf diese wenigen Familien beschränkt. Sie sind nur ein sehr kleiner Teil der Geschichte der Hinrichtung, Folter und Ermordungen unter dem iranischen Regime.

MP des Regimes: Mehr als 1000 Tote

•    AFP: Die meiste Hilfe für die Erdbebenopfer kommt von Privatpersonen•   

Hindernisse für Hilfsangebote von Menschen und Diebstahl durch unterdrückende Einheiten des Regimes


Die Aussagen von Ahmad Safari, einem Parlamentarier aus Kermanshah, die von ihm 72 Stunden nach dem Erdbeben gemacht wurden, sind ein klares Geständnis für den Fakt, dass es den korrupten und kriminellen Anführer des Regime egal ist, dass die Menschen leiden. Am 15. November sagte Safari nach einem Besuch der Ortschaften Sarepol-e-Zahab, Qasr Shirin und Salas Babajani:“ Dies ist der Tag der Auferstehung. Mehr als 1000 Menschen starben...Ich ging in ein Dorf, wo allein am ersten Tag 20 Menschen von Trümmern verschüttet wurden. Diese Menschen zählt man noch nicht einmal zu den Todesopfern. Alleine an einer Straße in Sarepol-e-Zahab wurden 70 Menschen getötet. Mehr als 250 Menschen starben in der Mehr Wohnanlage. 72 Stunden nach dem Hauptbeben hungern die Menschen. In einigen Dörfern gibt es gar keine Hilfe. Die Ortschaft Gholmeh Zahab hat eine Bevölkerung von 80 Haushalten und niemand von ihnen wurde bisher versorgt. Es gibt Dörfer, von denen 90% zerstört sind. Die nationalen Radio- und TV Sender hingegen berichten so, als wäre alles in Ordnung.“ (Nachrichtenagentur ILNA).  Unter solchen Umständen sagte der Innenminister von Rohani, Rahmani Fazli:“ Einer unserer Prioritäten war Sicherheit und Ordnung. Die Organisations- und Versorgungseinrichtungen und Lagereinrichtungen sind zerstört. Es gab keine Elektrizität und kein Wasser. Die Gasversorgung ist zusammen gebrochen und die Bäckereien konnten kein Brot backen.“ (Radio Farhang, 15 .November). Diese Geständnisse, die nur einen Teil der Katastrophe zeigen, machen deutlich, dass das Regime seine Prioritäten nur auf Expansion und Machterhalt setzt. Das wahre Ausmaß der Katastrophe dürfte weit höher sein. Eine junge Frau sagte zum Beispiel, dass alleine in ihrem Dorf 75 Menschen tot sind. Ein Junge sprach über den Tod seiner Eltern, Geschwister, Onkel und Tanten, der Großmutter und des Cousin....Alle 34 Teilnehmer einer Veranstaltung sind tot. 9 Menschen wurden in einer 10 – köpfigen Familie getötet. Eine große Zahl der verletzten Personen ist wegen der katastrophalen Bedingungen gestorben, auch weil die Krankenhäuser nicht genug Blutreserven hatten und nicht einmal in Anwesenheit von Verwandten Blut abnehmen konnten. Mehrere Personen starben in der Kälte der Nacht, unter anderem drei Kinder mit ihrer Mutter. „Die Überlebenden im Iran protestieren wegen fehlender Unterkünfte und Lebensmittel“, sagte die Nachrichtenagentur Reuters am 13. November in einem Bericht über die Situation im Erdbebengebiet im Westen des Iran. Die Vertreter des Regimes hingegen ließen die Bergungsaktionen beenden und sagten, dass man keine lebenden Personen mehr unter den Trümmern findet. Die Vertreter verbrachen einen harten Tag mit Sitzungen, Essen und Trinken in warmen Gebäuden. Maryam Ahang, die 10 Familienmitglieder in Sarpol-e-Zahab verlor, sagte weinend bei einem Anruf bei Reuters über ihr Mobiltelefon:“ Wir hungern. Wir frieren, wir haben kein Obdach. Wir sind völlig alleine gelassen. Reza....sagt, wir haben zwei Nächte draußen in der Kälte verbracht. Wo sind die Spenden?....Einige Menschen hier sind wütend und sie demolieren die Gebäude, die in der Mehr Wohnanlage gebaut wurden.“
Die unterdrückenden Einheiten des Regimes verhinderten, dass Bürger des Landes den Menschen in Sarpol-e-Zahab zur Hilfe eilen konnten. Die Spenden wurden von den Lastwagen und Autos genommen und beschlagnahmt. An der Ausfahrt Divandareh wurden Laster gestoppt, die öffentliche Hilfe bei sich hatten und unter dem Vorwand bestohlen, dass man sie an den Roten Halbmond weiter reichen würde.....An der Straße von Kermanshah nach Sarpol-e-Zahab stahlen Agenten des Regime mehr als 2000 Zelte und Decken. Wenn das Regime nicht die Hilfe der Menschen gestohlen und ihre Hilfsangebote behindert hätte, wäre das Erdbebenproblem längst gelöst. „In den zerstörten Gebieten 10 km nördlich von Sarpol-e-Zahab konnte ein AFP Team vor Ort sein. Die meiste Hilfe, die am Mittwoch in die Region kam, stammte von privaten Personen“, sagte die Agentur. Die Webseite Entekhab der Regierung schrieb am 15. November:“ Es gibt immer noch Tausende obdachlose Menschen, die ohne Schutz auf den Straßen schlafen und die nicht einmal ein Hilfszelt haben...Hilfsgüter erreichten die Erdbebengebiete und niemand weis, was dann mit ihnen passierte...Es gibt immer noch Menschen in Ortschaften, die zu 90% zerstört wurden und kein Vertreter hat sie bisher besucht. Sie sind gezwungen, ihre Nächte mit ihrer Kindern in brach liegendem Agrarland zu verbringen. „Zelte, Decken und die Angst vor Kälte ist ein immer wiederkehrendes Problem bei Erdbeben, was so schnell wie möglich gelöst werden muss. Die meisten Menschen hoffen zuerst auf Zelte, Decken und Wärmevorrichtungen“, schrieb die ISNA Nachrichtenagentur am 16. November.

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Irans Kritik an Verhalten des Regimes

Vor kurzem ereigneten sich mehrere Erdbeben rund um den Globus. Am Sonntag abend traf ein Erdbeben der Stärke 7,3 auf der Richterskala die Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak. Die offizielle Nachrichtenagentur IRNA berichtete, dass mindestens 530 Menschen getötet und mehr als 8000 verletzt wurden. Zehntausende Häuser und Apartments wurden völlig zerstört. Es ist davon auszugehen, dass die wahren Opferzahlen weit über denen liegen, die von den Medien veröffentlicht wurden, sagte Farhad Tajari, ein Mitglied im Parlament aus Ghasr Shireen, einer Stadt im Westen des Iran, die immense Schäden erlitten hat.


Der Iran liegt auf mehreren tektonischen Platten und nach dem Erdbeben leiden die Menschen an schlimmen Bedingungen. Es gab insgesamt 152 Nachbeben und sie richteten in den 24 Stunden nach dem eigentlichen Beben weitere schwere Schäden an. 526 Dörfer und 137.000 Menschen in der Provinz Kermanshah leben in großer Gefahr. Die Stadt Sarpol Zahab wurde am Schlimmsten vom Erdbeben getroffen. Sie befindet sich an der Grenze zum Irak. Behörden berichten, dass in der von Armut gebeutelten Stadt viele Gebäude zerstört sind.50% der Schulen in der Provinz  haben laut Berichten schwere Schäden erlitten. Das bestätigte auch der Leiter der staatlichen Stelle für Öffentlichkeitsarbeit in Kermanshah.„Meine gesamte Familien, die aus 20 Menschen besteht und in der 15 Kinder sind, haust nun in ihren Autos“, sagte Nosser in Sarpol Zahab gegenüber ILNA. „Wir haben kaum noch Treibstoff. Wir haben bisher weder Zelte noch Kerosin erhalten. Wir frieren erbärmlich in der Kälte. Es gibt keine Lebensmittel.“ Berichte auf YouTube zeigen, in welch grauenvollem Zustand diese Stadt ist. Es gibt weiterhin keine Berichte von den vielen Dörfern und es wird immer mehr Kritik laut, dass das iranische Regime nicht akkurat gehandelt hat.Heshmat Alavi, ein politischer Menschenrechtsaktivist, der sich auf den Iran und den Mittleren Osten fokussiert hat, schrieb in einem Artikel auf Forbes:“ Die Reaktion des herrschenden Regimes ist nach jedem Erdbeben völlig anders, als bei allen anderen Ländern, die unter Erdbeben leiden. Die Medien werden zensiert, es gibt erheblichste Verzögerungen bei Hilfslieferungen, selbst bei minimalsten Gütern und man ist vor allem nur darum bemüht, eine Sicherheitsatmosphäre zu schaffen, damit es keine Unruhen gibt. Das ist die Art und Weise, wie Teheran auf Naturkatastrophen reagiert.“Andere Berichte zeigen, dass der Gouverneur der iranischen Grenzstadt Ghasr Shireen sich darüber beklagt, dass es keine Zelte für die Opfer des Erdbebens gibt. „Das Wetter ist nicht gut und die Menschen müssen in Zelten untergebracht werden, weil es immer noch Nachbeben gibt. Ich habe keine Ahnung, warum es bisher überhaupt keine Anzeichen einer Präsenz des Roten Halbmondes (Hilfsorganisation) gibt.“, sagte Akbar Akbari.Weitere Berichte sprechen davon, dass 90% der Häuser des Dorfes Thalath Baba Jani in einem Maße von 50 – 100% zerstört sind. Es gibt 161 Dörfer in der Region und 70% der Dörfer sind zerstört, ergänzte AkbariDie Krankenhäuser im Westen des Iran sagten, dass sie nicht in der Lage sind, die gewaltige Zahl von Opfern zu versorgen, zudem gibt es einen Engpaß an Krankenwagen. Antonio Guterres, der Generalsekretär der UN, drückte seine tiefe Trauer aus und rief zu dringenden Aktionen auf, um den Opfern des Erdbebens zu helfen. Maryam Rajavi, die Anführerin der iranischen Opposition, sendete ihr Beileid an ihre Landsleute und bat die örtlichen Jugendlichen, „den von Erdbeben gebeutelten Menschen zu helfen und diejenigen zu befreien, die unter den Trümmern liegen.“ In der iranischen Hauptstadt Teheran leben 15 Millionen Menschen. Auch hier drohen Erdbeben. Laut des Leiters der Organisation für Krisenmanagement ist die Stadt „nur zu 10% auf eine mögliches Erdbeben vorbereitet“. Er ergänzte, dass 80% des Landes in der Gefahr von Naturkatastrophen stehen. Das Erdbeben vom Sonntag hat in der Region einen weiteren gefährlichen Aspekt in Bezug auf das umstrittene iranischen Atomprogramm bekommen, denn auch Kernkraftwerke und militärische Anlagen können bei Erdbeben verheerende Schäden von sich tragen. 

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Menschenrechtsverletzungen im Iran

Maryam Rajavi fordert die Vereinten Nationen auf, zur Ermittlung des im Jahre 1988 im Iran begangenen Massakers ein Komitee einzusetzen, um die verantwortlichen Funktionäre zu verfolgen und zu bestrafen


Frau Maryam Rajavi, die gewählte Präsidentin des Nationalen Widerstandsrates Iran, begrüßte die 64. Resolution der Vereinten Nationen, in der die im Iran begangenen Menschenrechtsverletzungen verurteilt werden; sie war wenige Stunden zuvor vom Dritten Ausschuss der Vereinten Nationen beschlossen worden. Frau Rajavi erklärte: „Für die internationale Gemeinschaft und besonders den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist die Zeit gekommen, gegen den religiösen Faschismus, der den Iran beherrscht, wegen der dort systematisch begangenen schweren Menschenrechtsverletzungen wirksame, praktische Maßnahmen zu ergreifen, besonders wegen der willkürlichen, massenhaften Hinrichtungen.“Zu der von der Resolution an das iranische Regime gerichteten Aufforderung, „in bezug auf alle ernsten Menschenrechts-verletzungen, darunter jene, in die die iranische Justiz und die Geheimdienste verwickelt sind, einen Prozess umfassender Rechenschaft zu veranstalten, damit ... diese Verstöße nicht länger straflos bleiben,“ betonte Frau Rajavi: „Das schwerste Beispiel ernster Menschenrechts-verletzungen im Iran ist das im Jahr 1988 durchgeführte Massaker an politischen Gefangenen, an dem alle Agenturen des religiösen Regimes, alle Funktionäre, darunter Ali Khamenei, der Präsident, die Justiz, das Parlament der Mullahs sowie die höchsten Funktionäre der Sicherheits- und Geheimdienstorgane beteiligt waren. Sie versuchen, es zu rechtfertigen, und sind bisher ungestraft geblieben. Daher steht der internationalen Gemeinschaft eine große Prüfung vor Augen – die Untersuchung dieses gewaltigen Verbrechens gegen die Menschlichkeit und die Verfolgung der dafür Verantwortlichen.“Frau Rajavi verwies auch auf die Berichte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen und des Sonderberichterstatters der Vereinten Nationen zur Lage der Menschenrechte im Iran, die ihrerseits eine umfassende, unabhängige Untersuchung des 1988 im Iran an politischen Gefangenen begangenen Massakers gefordert hatten; sie rief die Vereinten Nationen zur Einsetzung eines Untersuchungsausschusses auf und fuhr fort: „Es wäre der erste Schritt, die Straflosigkeit jener Verbrecher zu beenden, die den Iran seit 38 Jahren beherrschen.“
Der Dritte Ausschuss der Vereinten Nationen bringt „angesichts der alarmierend großen Häufigkeit, mit der die Todesstrafe auferlegt und durchgeführt wird, seine ernste Besorgnis zum Ausdruck ... darunter die Sorge darüber, dass Minderjährigen und Personen, die in der Zeit ihres Delikts jünger als 18 Jahre alt waren, die Todesstrafe auferlegt wird, außerdem über die Hinrichtungen, mit denen Verbrechen geahndet werden, die nicht als die schwersten angesehen werden können, und dies auf der Grundlage erzwungener Geständnisse“; er fordert das iranische Regime auf, „die öffentlichen Hinrichtungen in der Rechtsprechung und im Vollzug aufzugeben“. Ferner fordert die Resolution das iranische Regime auf, „in der Rechtsprechung und im Vollzug sicherzustellen, dass niemand der Folter oder sonstiger grausamer, unmenschlicher und erniedrigender Behandlung und Bestrafung unterworfen wird“; sie verlangt, „die verbreitete, systematische Praxis willkürlicher Haft aufzugeben, die sich vor allem gegen Ausländer und Personen mit zwei Staatsbürgerschafen richtet, sowie in Rechtsprechung und Praxis die Prozessgarantien einzuhalten, die faire Verfahren sicherstellen“. Außerdem ruft die Resolution das iranische Regime auf, „sich der erbärmlichen Zustände in den Gefängnissen anzunehmen, die Verweigerung des Zugangs zu adäquater medizinischer Behandlung  aufzugeben, damit die Häftlinge von der damit verbundenen Lebensgefahr befreit werden;“ „in Rechtsprechung und Praxis die verbreiteten schweren Beschränkungen der Meinungsfreiheit und der Versammlungsfreiheit aufzugeben – sowohl offline als auch online;“ „die Misshandlung, Einschüchterung und Verfolgung politischer Gegner: der Menschenrechtsanwälte, der für die Rechte der Frauen und Minderheiten Engagierten, der Arbeiterführer, der Akademiker, Filmemacher, Blogger, der Benutzer und Verwalter sozialer Netzwerke, führender Geistlicher, der Künstler, der Anwälte und der Personen samt ihren Angehörigen, die zu anerkannten oder nicht anerkannten religiösen Minderheiten gehören, aufzugeben;“ „jene Personen freizulassen, die sich wegen legitimer Ausübung ihrer Rechte in willkürlicher Haft befinden;“ „die Revision unziemlich harter Urteile zu prüfen, darunter die des Todesurteils und der Verurteilung zu langjährigem Exil, wenn diese Urteile sich gegen den Gebrauch fundamentaler Freiheiten richteten, sowie Repressalien gegen jene Personen aufzugeben, die mit den Menschenrechtsorganen der Vereinten Nationen zusammen-arbeiten,“ endlich „in Rechtsprechung und Praxis gegen Frauen und Mädchen sowie gegen Personen, die zu religiösen, ethnischen, sprachlichen oder sonstigen Minderheiten gehören,  gerichtete Diskriminierung und andere Menschenrechts-verletzungen jeglicher Art aufzugeben.“

Iran: Beileid und Mitgefühl

Ermunterung an junge Menschen, den Verletzten zu helfen 
Frau Maryam Rajavi, gewählte Präsidentin des iranischen Widerstandes, hat den Familien , die in der vergangen Nacht beim Erdbeben in mehreren Gebieten ihre Angehörigen verloren, ihr Beileid ausgesprochen. Das Erdbeben geschah u. a. in Qasr-e Shirin, Islamabad, Sar-e pol Zahab, Salas Babajani und Kerend.


Frau Rajavi hob hervor, dass das Mullahregime in krimineller Nachlässigkeit und Verantwortungslosigkeit es versäume, das Leben der Menschen bei solchen Katastrophen zu retten. Sie bat die jungen Menschen, besonders die in westlichen Provinzen, die Menschen, die unter Schutt vergraben liegen, zu retten und ihre Hilfe direkt den Betroffenen und Verletzten zuteil werden zu lassen. Sie fügte hinzu, im Gegensatz zur Haltung des Velayat-e-faqih-Regimes sei es jetzt die Zeit der Solidarität. Den ins Unglück gefallenen Menschen zu helfen und sie zu retten, sei eine heilige nationale Pflicht. 
Aus Angst vor dem Zorn der Menschen versucht das Klerikerregime, das wahre Ausmaß der durch dieses Erdbeben verursachten Sachschäden, der Verletzungen und Todesfälle im Dunkeln zu lassen. Bis heute Mittag sprachen die Regierungsmedien von etwa 350 Todesopfern und 6.000 Verletzten. Es sind in Wirklichkeit viel mehr Menschen umgekommen, und viele der Verletzten schweben in Lebensgefahr, da es an den einfachsten medizinischen Einrichtungen fehlt. 
Um 14 Uhr des heutigen Tages (Montag, d. 13. November) versuchte IRGC-Brigadegeneral Mohammad Ali Jafari, Kommandeur der Revolutionsgarden, in einem Interview mit dem Fernsehen des Regimes, das Ausmaß der Verletzungen und Todesfälle herunterzuspielen. Er sagte, es befänden sich nur noch wenige Menschen unter dem Schutt und die notwendige Hilfe habe alle betroffenen Regionen erreicht bzw. werde sie bis Sonnenuntergang erreichen. In Wahrheit steigt die Zahl der bekannten Opfer dieses Erdbebens und wie realistische Augenzeugen sagen, liegen in entlegenen Städten und Dörfern Tausende unter dem Schutt und haben keinerlei Hilfe erhalten. Die Krankenhäuser in den betroffenen Gebieten sind nicht in der Lage, die Verletzten aufzunehmen. 
In dem von den Mullahs beherrschten Iran werden bei Naturkatastrophen wie Erdbeben und Überschwemmungen viel mehr Menschen verletzt oder getötet, als es sonst in der Welt bekannt ist, denn erstens wird der ganze Besitz des Landes von den verbrecherischen Mullahs geplündert oder für Unterdrückung im Inneren, für den Export von Terror, für Krieg und Atomprojekte ausgegeben. Darum sind die Häuser in den Städten und Dörfern des Landes bei solchen Vorfällen der Zerstörung ausgeliefert. Zweitens weigert das Regime sich, die für die Rettung der Betroffenen und für die Behandlung der Verletzten notwendigen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Zuallererst sorgt es dafür, dass die Betroffenen nicht protestieren und hindert die Menschen, in die betroffenen Gegenden zu fahren und Hilfe zu leisten. Es nimmt sogar die Hilfsgüter an sich. 

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