Von der Wahl im Iran aus

– Der frühere Präsident des iranischen Regimes Mahmud Ahmadinejad wurde für die Teilnahme an der Präsidentenwahl am 19. Mai disqualifiziert, berichten staatliche Medien.
Der Wächterrat, dessen Mitglieder von der Obersten Führer des Regimes ernannt werden, hat bis auf sechs alle Kandidaten für die Wahl disqualifiziert.

Während die Auseinandersetzungen zwischen den rivalisierenden Fraktionen des Regimes  im Vorfeld der Scheinwahlen der Mullahs weitergehen und gemäß früheren Hinweisen, dass der Wächterrat Ahmadinejad disqualifizieren werde, hatten seine Helfer damit gedroht, den Wahlkampf um die Präsidentschaft zu stören.
Abdolreza Davari, eine Figur nahe Ahmadinejad, hatte dazu in Farsi getwittert: „Wir werden den heftigen psychologischen Operationen der Oligarchie und der Kolonialisten nicht nachgeben. Dr. Ahmadinejad und (Hamid) Baghaei vom Schauplatz für 2017 zu entfernen, ist nicht möglich“.
Davari behauptete auch, dass nach letzten Schätzungen einer Sicherheitsinstitution, die der Regierung nahesteht, eine Zulassung von Ahmadinejad und „seiner 20 Millionen Wähler“ garantiert sei.
Obwohl ihm vom Obersten Führer des Regimes Ali Khamenei mitgeteilt worden war, dass er aus dem Rennen  bleiben solle, hatte Ahmadinejad sich als Kandidat registrieren lassen.
Der derzeitige Präsident Rohani ist unter den sechs Kandidaten, die vom Wächterrat zugelassen worden sind.