Iran: Hunderte Tote nach Erdbeben

Ein Erdbeben hat die kurdischen Gebiete im Grenzgebiet von Iran und Irak so schwer erschüttert, dass zahlreiche Menschen getötet wurden. Das Beben der Stärke 7,3 ging vom Gebirge nahe der irakischen Stadt Halabdscha aus und war bis in die Nachbarstaaten zu spüren.


Laut Agenturberichten sind mindestens 330 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 2500 seien verletzt worden. Die Zahl der Opfer könnte aber noch weiter steigen.
In Iran wurden mehrere Städte von dem Beben getroffen, darunter die Stadt Tabris. Besonders schwere Auswirkungen hatte es in den Städten Qasr-e Schirin sowie Asgaleh.
Experten zufolge könnte es in den nächsten Tagen und Wochen noch zu Nachbeben in der Region kommen. "Diese Beben könnten durchaus noch die Magnitude 6 erreichen. Das kann ausreichen, um beschädigte Häuser einstürzen zu lassen", sagte Marco Bohnhoff vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam (GFZ). Insgesamt hätten sich die Spannungen in der Erdkruste in der Region nach dem Beben erhöht. Weitere starke Erdbeben in Nachbarregionen könnten die Folge sein.
Die Erschütterungen des Erdbebens sollen auch in den Nachbarstaaten Pakistan, Libanon, Kuwait sowie der Türkei zu spüren gewesen sein.