Iran läßt sieben Gefangene hängen

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Iran läßt sieben Gefangene an einem Tag hängen

Das iranische fundamentalistische Regime ließ am Mittwoch eine Gruppe von sechs Gefangenen im Nordwesten des Iran hängen, sowie einen Gefangenen im Nordosten des Landes.

Die sechs Männer wurden gegen 2 Uhr morgens am 27. Juli im Zentralgefängnis von Urumieh (Urmia) in der Provinzhauptstadt der iranischen West - Azerbaijan Provinz gehängt.

Am Dienstag waren sie in Einzelhaft verlegt worden, um sie auf die Hinrichtung vorzubereiten.

Bei den Gefangenen handelt es sich um: Rahman Fouladi, Abdolmajid Herkuli, Abdollah Qaderi, Changiz Shiri, Mojtaba Shirkhani und Ali Talati.

Alle Beschuldigten wurden wegen Drogenvergehen gehängt.

Ein siebter Mann mit dem Namen Reza Sabzevari (32) aus der Stadt Nishabur (Nishapur) wurde in der nahe gelegenen Stadt Maschhhad, im Nordosten des Iran, hingerichtet. Er hatte zwei Kinder im Alter von zwei und zehn Jahren und befand sich zuvor 18 Monate in Haft.

Das Mullahregime ließ zudem am Montag in Songhor, Westiran, einen Mann öffentlich hängen. Am Samstag wurden drei Gefangene in einem Bereich des Zentralgefängnisses von Rasht, Nordiran, hingerichtet.

Mehr als 270 Mitglieder des EU Parlamentes unterzeichneten im letzten Monat eine Erklärung, in der die EU aufgerufen wurde, als „Bedingung“ für die Beziehungen mit Teheran eine Verbesserung der Menschenrechtssituation im Iran zu knüpfen.

Die Unterzeichner kamen aus allen EU Mitgliedsstaaten und aus allen politischen Gruppen im Parlament. Sie sagten in der Erklärung, dass sie über die steigende Zahl der Hinrichtungen im Iran nach dem Amtsantritt von Rohani vor drei Jahren als iranischer Präsident besorgt sind.

Amnesty Internationale schrieb am 6. April in seinem jährlichen Bericht über die Todesstrafe 2015: „Der Iran ließ im Jahr 2015 mindestens 977 Menschen hinrichten, das Jahr zuvor waren es mindestens 743.“

„Der Iran ist für 82% aller aufgezeichneten Hinrichtungen im Mittleren Osten und Nordafrika verantwortlich“, sagte die Menschenrechtsgruppe.

Während der Amtszeit von Rohani gab es mehr als 2500 Hinrichtungen. Der UN Sonderbeauftragte für die Menschenrechtslage im Iran gab im März bekannt, dass die Zahl der Hinrichtungen im Iran 2015 größer war als in den letzten 25 Jahren. Rohani selbst nannte die Hinrichtungen Beispiele „von Gottes Anweisungen“ und „Gesetzen, die vom Parlament gemacht wurden, welches das Volk wählte“.