Hungerstreik gegen Massenhinrichtungen

Berlin: Protestaktion und 3-Tage-Hungerstreik gegen die Massenhinrichtungen im Iran

Berlin - Pariser Platz am Brandenburger Tor / Freitag 12.08.206 - Seit Tagen wütet das iranische Regime in den Gefängnissen und lässt massenweise sunnitische Kurden,Jugendliche und politische Oppositionelle qualvoll strangulieren. Innerhalb von 9 Tagen wurden mindestens 46 Personen hingerichtet. Diese Hinrichtungswelle geschieht am Jahrestag des Beginns des blutigsten Massakers in der Ära der iranischen Mullahs im Jahr 1988.

Damals wurden innerhalb von knapp 2 Monaten ca. 30.000 politische Gefangene ngerichtet.
Eine Reihe von sunnitischen politischen Gefangenen, die sich auf der Todesliste befinden und am Montag, den 1. August von Abteilung 10 der Sektion 4 des Gohardasht-Gefängnisses in die Einzelhaft der IRGC (Revolutionsgarde)-Abteilung des Gefängnisses verlegt worden waren, demonstrieren  mit Sprechchören gegen die Hinrichtung  ihrer Zellengenossen. Häftlinge, deren Hände und Füße mit Ketten gefesselt waren, wurden  geschlagen und gefoltert. Zu derselben Zeit traten am 2. August, die Häftlinge der Abteilung 210 von Sektion 7 – ebenfalls Sunniten – am Dienstag  in einen Hungerstreik, um gegen die Massenhinrichtung sunnitischer politischer Gefangener zu protestieren.
Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Dr. Bärbel Kofler, SPD, Verurteilte scharf die aktuelle Hinrichtungswelle, genauso wie der Hohe Kommissar für Menschenrechte der UN.
Aus Solidarität mit den Opfern haben Angehörige, Freunde und Unterstützer in Berlin auf dem Pariser Platz mit einer Informationsveranstaltung, nachgestellten Hinrichtungsszenen und einem befristeten Hungerstreik von 3 Tagen auf die katastrophale Lage der politischen Gefangenen im Iran aufmerksam gemacht und die Bürger informiert. In Sprechchören und auf Transparente forderten die Protestler: „Iranische Regime-Führer – Khamenei und Rohani – wegen Massaker von 1988 vor Gericht stellen“, „Stoppt die Hinrichtungen im Iran“ und „Ausbau der Beziehungen mit dem Iran von dem Stopp der Hinrichtungen abhängig machen“.
Die Besucher haben sich aus erster Hand über die Zustände in den Gefängnissen und die Hintergründe der aktuellen Hinrichtungswelle informieren können.