Selbstmordversuch im Krankenhaus

Empfehlung Selbstmordversuch im Krankenhaus

Iran: Selbstmordversuch wegen des Fehlens von 100 $ für die Behandlung im Krankenhaus

Mehrere staatliche Medienunternehmen haben am 30. April die herzzerreißende Geschichte über einen 45jährigen Mann gebracht, der in einem Krankenhaus Selbstmord begehen wollte. Er hat schwere Magenschmerzen bekommen und wurde dennoch nicht in das Krankenhaus aufgenommen, weil sein Versicherungsheft abgelaufen war und er nicht die 100 $ Bargeld aufbringen konnte, um ein Bett zu bekommen. Da er weiter quälende Schmerzen hatte, sprang er aus dem dritten Stock und liegt jetzt im Koma. Der Mann ist verheiratet und hat zwei Kinder unter zehn.

Die staatliche Tageszeitung Hamshahri hat am 30. April geschrieben, dass dieser Vorfall sich im Teheraner Krankenhaus Milad ereignet hat. Ali Shafie ging in das Krankenhaus und bat um medizinische Behandlung, weil er starke Schmerzen hatte, berichteten Augenzeugen.
„Mein Bruder Ali Shafie hat am letzten Freitag gegen Mittag starke Schmerzen im Magen bekommen  und lag deshalb mit Krämpfen am Boden. Er wurde mit dem Auto nach Teheran in das Milad Krankenhaus gebracht. Ich zeigte sein Heft [von der Versicherung] vor, aber die Angestellten sagten, es sei abgelaufen und er müsse drei Millionen Rial (etwa 95 $) bezahlen. Mein Bruder sagte, er sei versichert und sein Heft sei erst vor ein paar Tagen abgelaufen und sie könnten das überprüfen“, erzählte der Bruder von Shafie.
„Aber die Angestellten wollten nicht klein beigeben. Sie verlangten die drei Millionen Rial. Weder mein Bruder noch die, die ihn begleiteten hatten das Geld. Er hatte solche Schmerzen, dass er sich zuletzt entschlossen hat, aus dem dritten Stock zu springen“.
Shafie hatte danach schwere Verletzungen und liegt derzeit in der Intensivstation im Koma.
„Wegen drei Millionen Rial zwangen sie meinen Bruder dazu, sich dazu zu entschließen. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder unter zehn. Jetzt liegt er im Koma, wie sie sagen. Jemand hat gesagt, er sei hirntot, ein anderer meinte aber, es gebe noch Hoffnung für ihn“, berichtet sein Bruder mit Tränen in den Augen.
Gleichzeitig veruntreuen die Vertreter des Regimes weiterhin den Reichtum der Nation.
Um nur ein Beispiel zu nennen, Nasser Saraj, der Präsident der Organisation für die Beobachtung des Iran, äußerte in einem Interview mit der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA am 25. November 2015: „Eine bestimmte Person bekam Öl vom iranischen Ölministerium und es wurde vereinbart, dass er der Regierung das Geld bezahlen müsse. Jedoch hat er 1,6 Trillionen Rial von diesem Geld (etwa 30 Millionen $) gestohlen und ist nach Kanada geflohen“.
Nach einem Bericht, der am 14. April 2016 von der staatlichen Nachrichtenagentur FARS  verbreitet worden ist, hat der frühere iranische Ölminister Mohammad Gharazi mitgeteilt: „Der Wert der geschmuggelten Waren beträgt nach der Statistik mehr als 25 Milliarden $... Es gibt aber bei den Politikern und Behörden nicht die erkennbare Bereitschaft, sich diesem Phänomen zu stellen“.