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Extreme Armut im Iran

Schwangere Frau begeht Selbstmord

Empfehlung Nach offiziellen Angaben des iranischen Regimes bringen sich Im Schnitt täglich neun Frauen um, die Opposition geht von weit höheren Zahlen aus. Nach offiziellen Angaben des iranischen Regimes bringen sich Im Schnitt täglich neun Frauen um, die Opposition geht von weit höheren Zahlen aus.

Eine werdende Mutter hat sich in Kermanshah (Iran) in Brand gesetzt und Selbstmord begangen. Grund dafür war ihre extreme Armut. Sie ist ein weiteres trauriges Beispiel dafür, wie die Wirtschaftskrise das iranische Volk buchstäblich tötet.

Die 30 Jahre alte Frau mit dem Namen Fereshteh Kahrarian und ihr Partner überschütteten sich am 6. März mit Benzin und setzten sich selbst in Brand.

Das Baby, das ebenfalls Verbrennungen erlitt, wurde per Notgeburt aus der Mutter entfernt und befindet sich nun in einem Inkubator. Der Vater überlebte mit schwersten Verbrennungen.

Laut des Frauenkomitees des Nationalen Widerstandsrat Iran (NWRI) ist dieser traurige Fall bei weitem nicht der erste Fall von Selbstmord durch Armut im Iran:

September:

  • Eine Frau aus Ilam nahm sich durch die Einnahme von Pestiziden das Leben. Ihr Mann nahm sich auf die gleiche Weise das Leben. Sie hatten keine Hoffnung mehr auf eine Genesung seiner Frau.

Oktober:

  • Ein Vater tötete seine Frau und seine 9 Jahre alte Tochter mit einer Nagelpistole und beging dann Selbstmord

November und Dezember:

  • Mindestens 16 Menschen nahmen sich wegen Armut und der harten Lebensbedingungen das Leben

März:

  • Leila Ramazani (24) aus Salas-e Babajani starb im Krankenhaus, nachdem sie sich selbst in Brand gesetzt hatte. Sie hinterlässt einen Ehemann und ein Kind im Alter von einem Jahr.
  • Parisa Nazari (25) aus Sarpol-e Zahab erhängte sich. Sie hinterlässt zwei Kinder.

Februar:

  • Shab-bou Bayazid Panah aus Mashad erhängte sich
  • Sargol Azizi (44) aus Javanrood erhängte sich
  • Pershang Karimi, eine 22 Jahre alte schwangere Frau aus Sarpol-e Zahab, erhängte sich
  • Eine junge Mutter aus Kermanshah erhängte erst ihre zwei Söhne – Ali Reza (6) und Amir – Abbas (3) - dann erhängte sie sich selbst

Die Selbstmordraten im Iran sind in den letzten 40 Jahren dramatisch angestiegen und sie betreffen alle Ethnien, sozialen Schichten, Alter und Geschlechter. Doch besonders betroffen sind Frauen und Jugendliche. Es ist eine „humanitäre Katastrophe“ und eine Art „Epidemie“ im Iran.

Die staatliche Webseite Khabar Online berichtet, dass sich die Selbstmordraten von Frauen um 66% und unter Männern um 71% im Zeitraum von 2011 bis 2015 erhöht hat. Die Selbstmordrate ist vor allem unter jungen Menschen sehr hoch und die entsprechenden Ämter weigern sich oft, genaue Zahlen heraus zu geben.

2017 begingen 3300 Frauen im Iran Selbstmord. Das sagte Mohammad Mehdi Tondgooyan, der stellvertretende Leiter für Jugend im Ministerium für Jugend und Sport.

Tondgooyan sagte weiter, dass 2/3 der insgesamt 4992 Selbstmorde Frauen sind. Das bedeutet, dass jeden Tag neun iranische Frauen Selbstmord begehen.

Es ist wahrscheinlich, dass die Dunkelziffer weit höher ist. Das Regime ist in diesem Bereich nicht transparent und es gibt Probleme bei der Registrierung der Daten.

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