Iranisches Mathematik-Genie gestorben

 – Maryam Mirzakhani, eine iranische Mathematikerin, die die einzige Frau war, die eine Fields Medaille, die bedeutendste Ehrung in Mathematik weltweit, erworben hat, ist am Samstag gestorben. Sie war 40 Jahre alt.

Die Ursache für ihren Tod war Krebs, so die Stanford Universität, wo sie als Professorin tätig war. Die Universität hat nichts darüber verlauten lassen, wo sie gestorben ist.


Ihr Tod ist „ein großer Verlust und ein Schock für die mathematische Gemeinschaft in der ganzen Welt“, äußerte Peter C. Samak, ein Mathematiker an der Princeton Universität und am Institute for Advanced Study.
Die Fields Medaille wurde 1936 erstmals vergeben und wird oft als Nobelpreis für Mathematik bezeichnet. Anders als die eigentlichen Nobelpreise werden mit der Fields Medaille aber nur Menschen ausgezeichnet, die höchstens 40 Jahre alt sind, nicht nur um deren Leistungen zu ehren, sondern auch um die künftigen Triumphe in der Mathematik vorauszusagen. Die Fields Medaille wird alle vier Jahre an jeweils bis zu vier Mathematiker verliehen.
Der Frauenausschuss im Nationalen Widerstandsrat Iran bezeugt den Angehörigen, den Frauen und dem Volk des Iran, der wissenschaftlichen Gemeinschaft und den Frauen der Welt  sein Beileid für das tragische Ableben dieser großen Frau.
Maryam Mirzakhani wurde 1977 in Teheran geboren. Sie ging an die Farzanegan High School (für hochtalentierte Menschen) dort in Teheran.
Im Jahr 1994 hat sie als erste iranische Studentin bei der Internationalen Mathematischen Olympiade eine Goldmedaille gewonnen. Bei der Internationalen Mathematischen Olympiade von 1995 hat sie als erste iranische Studentin einen Höchstgewinn an Punkten erreicht und zwei Goldmedaillen dafür bekommen.
Sie bekam 1999 den Bachelor of Science an der Sharif Universität für Technologie in Teheran. Nachdem sie in die Vereinigten Staaten gegangen ist, um zu promovieren, bekam sie 2004 einen PhD an der Harvard Universität, wo sie unter dem Gewinner der Fields Medaille Curtis McMullen gearbeitet hat.
An der Harvard Universität beschäftigte sie sich mit einem Problem, das so manchen Mathematiker kapitulieren ließ: Die Berechnung von Moduli-Räumen von Objekten der Kurven-Geometrie, deren Punkte eine andere hyperbolische Oberfläche repräsentieren.
Die Zeitschrift Popular Science wählte Maryam Maryam Mirzakhani in die Gruppe der brillanten Zehn im Jahr 2005.
Sie war auch 2004 Research Fellow am Clay Mathematics Institute und Professorin an der Princeton Universität.
Es gibt verschiedene Beiträge von Mirzakhani zur Theorie der Moduli-Räume von Riemannschen Flächen. Später konzentrierte sie sich auf Teichmüller Dynamik von Moduli-Räumen. Insbesondere konnte sie die schon lange bestehende Vermutung beweisen, dass der Erdbebenfluss von William Thurstone in den Teichmüller-Raum ergodisch ist.
Im Jahr 2014 wurde Mirzakhani mit der Fields-Medaille ausgezeichnet für „ihre außerordentlichen Beiträge zur Dynamik und Geometrie von Riemann-Flächen  und deren Moduli-Räume“. Diesen Preis erhielt sie in Seoul beim Internationalen Kongress der Mathematiker am 13. August.
Sie war mit Jan Vondrik verheiratet, einem tschechischen theoretischen Informatiker und angewandten Mathematiker, der an der Stanford Universität Associate Professor ist. Sie haben eine sechsjährige Tochter Anabita.