Maßnahmen gegen „unislamische” Kleidung

Empfehlung Maßnahmen gegen „unislamische” Kleidung

Weitere Maßnahmen gegen „unislamische” Kleidung von Frauen im Iran

Das iranische Regime verstärkt den Druck auf die Produktions- und Verteilungslinien im Iran und nimmt damit einen erneuten Anlauf, Kleidung verschwinden zu lassen, die als unislamisch und unvereinbar mit den fundamentalistischen Regelungen der Mullahs betrachtet wird.

Mindestens vier Produktions- und Verteilungsstätten in Isfahan im Zentraliran wurden in den letzten Tagen geschlossen, wie einem Bericht in der Nachrichtenagentur Tasnim vom Mittwoch, dem 27. Juli, zu entnehmen ist, die mit der Qods Armee in den Revolutionsgarden (IRGC) nahesteht.
Ebrahim Khatabakhsh, Chef der Vereinigung der Kleidungshersteller in Isfahan, äußerte gegenüber Tasnim: „Es geht um Linien der Produktions- und Verteilung von Kleidung in Isfahan, die nicht mit den Standards der Islamischen Republik im Iran konform gehen“.
Er ergänzt: „Einige dieser Produktionsstätten wurden angewiesen, ihre Kleidung der iranisch-islamischen Kultur und ihren Standards anzupassen. Man sieht in diesen Tagen in Isfahan immer weniger aus dem Ausland eingeschmuggelte Kleidung
Einer der Pläne, die es derzeit gibt, ist, vorne offene Mäntel (Manteaux) mit den Markenzeichen der Designer aus den Kleiderläden der Stadt herauszunehmen“.
Die sogenannte „Moralpolizei“ des Regimes werde weiterhin stichprobenartig im ganzen Stadtgebiet vorgehen, „Derzeit werden vor- und nachmittags organisierte Inspektionen solange durchgeführt, bis alle Bezirke erfasst sind“.
In den letzten Tagen hat die Polizei des Regimes ihre repressiven Maßnahmen gegen Frauen im Iran erweitert.
Das fundamentalistische Regime hat  am Dienstag   in  der nordwestlich gelegenen Stadt Marivan in der iranischen Provinz Kurdistan eine Gruppe von Frauen verhaftet, die dort öffentlich mit dem Fahrrad gefahren ist.
Der Vorfall ereignete sich am 26. Juli. Eine Gruppe von Frauen wollte an einer Sportveranstaltung teilnehmen, bei der es mit dem Fahrrad vom Stadionplatz der Stadt zum Zaribar See ging.
Augenzeugenberichten zufolge haben sich repressive Kräfte (der Polizei) den Frauen und Mädchen genähert und ihnen mitgeteilt, dass nach einer neuen Direktive der Regierung das Fahren mir dem Fahrrad auf öffentlichen Plätzen für Frauen untersagt und als „ungesetzlich“ angesehen wird.
Die Polizeikräfte forderten die Frauen und Mädchen auf, schriftlich zu unterschreiben, dass sie ihren „Verstoß“ des öffentlichen Fahrradfahrens nicht wiederholen würden.
Mehrere der Frauen, die gegen die neuen frauenfeindlichen Maßnahmen protestiert haben, seien in Schutzhaft genommen worden, so einige Zeugen.