Meinungen

Parteifehden im iranischen Regime

Die Begräbniszeremonie für Hashemi Rafsanjani wurde zu einem Vorspiel für die Trennungen und die Parteifehden unter den verschiedenen Anhängerschaften des iranischen Regimes. Einige staatliche Medien haben den Finger auf Dinge wie die Art des Gebets von Khamenei und die Totenfeier für den Verstorbenen (Rafsanjani) gelegt, als er Sätze über gute Taten des Verstorbenen wegließ und sie gegen Sätze ausgetauscht hat, in denen um Vergebung für ihn gebeten wird. In seiner Botschaft zum Beileid aus dem Anlass von Rafsanjanis Tod, sprach der Oberste Führer des iranischen Regimes über die Differenzen und die Meinungsverschiedenheiten mit ihm, besonders in den letzten Jahren. In seiner Botschaft hat er ihn außerdem mit dem niedrigeren Rang des „Hodschatoleslam“ ausgestattet, was allem, was bekannt ist, widerspricht, also weigerte er sich, den höherrangigen Titel des „Ajatollah“ in Bezug auf Rafsanjani zu verwenden.Dass Khamenei die Sätze in der Totenfeier und in den Gebeten während des Begräbnisses auswechselte  und dass er ihn in seiner Botschaft verächtlich als „Scheich Ali Akbar“ und „Hodschatoleslam“ bezeichnete, wurde ausführlich in einigen Medien und Quellen behandelt, die mit der Rafsanjani-Rohani Partei in Verbindung stehen.Trotz der Bemühungen des Regimes, die sogenannte Einigkeit und den Zusammenhalt bei dem Begräbnis von Rafsanjani zur Schau zu stellen, und trotz der planmäßigen Zensur im Fernsehen und im Radio wurden einige Ereignisse am Rande der Zeremonie und wurden Konflikte unter den herrschenden Parteien öffentlich gemacht, sei es ungewollt durch die live Fernsehübertragungen, sei es ganz bewusst im Internet und in den sozialen Netzwerken. Während der Begräbniszeremonie skandierten Teilnehmer, als sie den Chef…

Tod von Rafsanjani

Dem iranischen Regime wurde dadurch, dass sein früherer Präsident und Topmullah Ali Akbar Hashemi Rafsanjani am Sonntag an einem Herzanfall gestorben ist, ein bedeutender Schlag versetzt, so ein Artikel, der am Dienstag von Al Arabiya English veröffentlicht wurde. Bekannt für seine einflussreiche Rolle bei der Ausgestaltung der Politik des Regimes nach der Revolution 1979, wird Rafsanjani ein Machtvakuum hinterlassen, da er weniger als vier Monate vor den entscheidenden Präsidentschaftswahlen gestorben ist, schreibt auf der Internetseite Al Arabiya English der iranische Dissident Heshmat Alavi.Im Verlauf der letzten 38 Jahre hat Rafsanjani eine führende Rolle bei den Maßnahmen des Regimes zur Maßregelung im Inland, zum Export von Terror und Extremismus ins Ausland und zur Einleitung der Bemühungen des Iran um den Erwerb von Atomwaffen durch ein geheim gehaltenes Programm, heißt es in dem Artikel und weiter:„Der Tod von Rafsanjani heißt, dass einer der Pfeiler des religiösen Faschismus, der im Iran herrscht, und ein Faktor zum Halten einer Balance zusammengebrochen sind, und das Regime als Ganzes rückt jetzt näher an seinen Sturz“, erklärt die iranische Oppositionsführerin Maryam Rajavi, Präsidentin des Nationalen Widerstandsrats Iran.Nach dem Krieg zwischen dem Iran und dem Irak in den 1980er Jahren, in denen er das Amt des Parlamentspräsidenten und des stellvertretenden Oberkommandierenden der bewaffneten Kräfte hatte, wurde Rafsanjani von 1989 bis 1997 Präsident. Nach den 8 Jahren des sogenannten „reformistischen“ Präsidenten Mohammad Khatami versuchte Rafsanjani im Jahr 2006 erneut, sich um das Amt zu bewerben, aber er blieb hinter dem Hitzkopf Ahmadinejad zurück.Etwas später fiel Rafsanjani durch seine heftige…

Iranische Tarnvereine

Iranische Tarnvereine dienen dem iranischen Geheimdienst Sie bedrohen die Verfassung und die Grundrechte einzelner Bürger in Deutschland Besonders betroffen sind iranische Dissidenten in Deutschland

Iran will die Bombe

Die Welt GastkommentarNur eine Revolution im Land wird die Bedrohung wirklich beenden könnenDer islamische Fundamentalismus, schon vor Jahrhunderten ersonnen, wurde erst zu einer Bedrohung, als im Februar 1979 die Mullahs im Iran an die Macht kamen. Die Gründung einer Theokratie signalisierte anderen extremistischen Gruppen, dass sie mit Erfolg versuchen könnten, ihrerseits eine "Gottesherrschaft" auf die Beine zu stellen. In der Verfassung der Mullahs ist niedergelegt, dass die im Iran bestehende Herrschaft der Geistlichkeit die Gründung einer vereinigten weltweiten Gemeinschaft der Gläubigen vollziehen wird. Die Verfassung schreibt vor, dass zu diesem Zweck die "Armee der Islamischen Republik und das Korps der Islamischen Revolutionswächter gebildet werden".

Kampf um Bagdad

Sunnitischer Aufstand gegen Maleki oder ISIS Terror? In den bisherigen Meldungen und Analysen der westlichen Presse erscheint der Konflikt im Irak als eine unglaubliche Invasion von ca. 3000 Terroristen aus Syrien, die sich in einer nicht zu überbietenden Geschwindigkeit großer Teile des Irak bemächtigt haben. Die Millionenstadt Mossul ergibt sich innerhalb von einem Tag, nahezu kampflos und die irakische Armee löst sich auf. Angebliche Hinrichtungen von hunderten irakischen Soldaten verbreiten sich im Internet und verhärten den Eindruck, eine kleine Gruppe wild entschlossener Terroristen bemächtigten sich eines Staates. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Version einer kleinen , sehr effektiven Mörderbande ISIS stimmt.

Iran ist in der Irak-Krise ein falscher Freund

In der Irak-Krise wollen die USA mit dem Iran kooperieren. Doch diese Partnerschaft bietet keine Sicherheit. Wenn Washington sie schönredet, tut es das aus Unlust, sich weiter im Irak zu engagieren.

Irak: Anbiederung an Teheraner Machthaber führt zum Bürgerkrieg

Der Irak befindet sich in einem Bürgerkrieg. Rebellengruppen besetzen den Norden des Irak, Menschen fliehen in die autonomen kurdischen Regionen und al-Maliki bittet das Parlament und die USA um Unterstützung. Das Land steht vor seiner größten militärischen und politischen Zerreißprobe seit der Invasion von US geführten Truppen im Jahre 2003.

Al Quds Airforce

Hillary Clinton, die anders als ihr Nachfolger John Kerry, noch irgendwie versucht hat, Außenpolitik zu betreiben, warnte gestern zu Recht vor zu schnellen Vorstößen der US-Administration angesichts des Desasters im Irak: Former US secretary state and potential presidential candidate Hillary Clinton has cautioned against another military intervention. Speaking to the BBC Newsnight programme she said Iraq’s prime minister Nouri al-Maliki should meet a number of preconditions before the US granted him military support. “Maliki has to be willing to demonstrate unequivocally that he is a leader for all Iraqis, not for a sectarian slice of the country,” she said. Aber, so sieht es aus, einmal mehr wird die Obama Administration die falsche Entscheidung treffen und nun, Monate zu spät,  plötzlich überhastet dem so kläglich gescheiterten irakischen Premier zu Hilfe eilen. Der allerdings hat in den letzten Jahren nicht nur die irakische Armee so konfessionalisiert, dass sie de facto zu einer schiitischen Miliz transformiert ist, die in sunnitisch dominierten Städten wie Mosul als Besatzungsmacht wahrgenommen wird, er hat de facto den ganzen Irak in einem iranischen Vasallenstaat verwandelt und im Auftrage Teherans etwa zehntausende von Milizionären nach Syrien entsandt.

Sunday Telegraph: Man muss nur auf den Iran schauen

„Der Westen läßt sich im Mittleren Osten blenden" – Von Christopher Booker Seit der Wahl von Rohani sind Tausende weitere Iraner inhaftiert worden und Duzende wurden gehängt, viele davon öffentlich, um potentielle Dissidenten abzuschrecken.