Mazandaran Konzerte verhindert

Justizbeamte des iranischen Regimes haben in der Stadt Behshahr in der im Norden des Landes gelegenen Provinz Mazandaran Konzerte verhindert.

Nach der staatlichen Nachrichtenagentur Fars, die mit den Iranischen Revolutionsgarden verbunden ist, wurde ein Konzert, das Hamid Askari am 17. September in der Hutu-Halle in Behshahr geben wollte, von Funktionären des Regimes verboten.

Hamid Askari bestätigte diese Nachricht auf seiner persönlichen Seite. Er schrieb: „Ich hoffe auf den Tag, an dem die Behörden erkennen, daß nicht die Musik die Religion und den Glauben zerstört, sondern Diskriminierung, Korruption, Unterschlagung und Bestechung, begangen von den Kindern unserer Beamten, die unser Land zerstören. Wir erwarten nicht, daß Rouhani (der Präsident des iranischen Regimes) und sein Kultusminister [in dieser Sache] etwas tun. Denn anscheinend ist die Kultur Rouhanis geringste Sorge.“

Nach der staatlichen Nachrichtenagentur „T-News“ hat Pasdar (d. i. Revolutionsgardist) Reyhani, Kommandeur des Corps des IRGC in der Provinz Kermanshah (im Westen des Iran), sich gegen Konzerte ausgesprochen, die in der Stadt stattfinden sollten. Er sagte: „Unanständiges Betragen, unzureichende Verschleierung, Tanz, Vermischung der Geschlechter bei Fremden – all das hat in Konzerten zu einem öffentlichen Aufschrei geführt; die Geduld des Volkes und der revolutionären Jugend ist begrenzt; die Aufsichts- und Rechtsbehörden werden sich zu dieser Situation nicht gleichgültig verhalten.“